Archiv der Kategorie: Schweiz

Blog-Beiträge aus der Schweiz

Familie, Lidia Anira, Arbeit, Schweiz-Chile…etc.

Judiheeee judihoooooo – heidedidelideiiii!! =D =D =D

Seit Wochen hab ich begonnen für den neuen Blogeintrag zu schreiben, doch die Wochen gingen einfach so vorbei, ohne auf mich zu warten. Unterdessen gab es dann wieder Veränderungen: Arbeit, Wohnverhältnisse, Aussicht auf nähere Zukunft – da war es wohl besser, dass ich den Blog gar nie fertig gekriegt habe.
Aber jetzt ist der Rundbrief fertig geschrieben, sodass man ihn auch für „Ohne-Internet-LeserInnen“ ausdrucken kann und alle dieselbe Informationen kriegen.

Das Einfachste und Beste ist also für jeden, direkt auf den obigen Link mit dem Wort „Rundbrief“ zu klicken, wobei ihr dort, mit Bilder von Lidia Anira begleitet, die „Zusammenfassung“ von den vergangenen Monaten mit einen kleineres Ausblick in die kommende Zeit in Ruhe durchlesen könnt.
Nicht alle haben Internet, deshalb habe ich recht viele Bilder von Lidia, ebenfalls zusammengefasst auf ein paar wenige, auf den Rundbrief „gepostet“, damit diejenigen Personen sich auch ein „Bild“ von ihr machen können.

Für Interessierte möchte ich hier noch kurz von der Situation in Chile erwähnen, da wir ja direkt an der Quelle sind durch (Schwieger-)Familie, Freunde und Bekannte.
=> Die Preiserhöhung der U-Bahntickets waren eigentlich nicht der wirkliche/einzige Grund für die Proteste in Chile: was aber klar ist, der Mindestlohn ist viel zu tief, für die Preisverhältnisse im Allgemeinen in Chile (Strom, Wasser, etc.)
Von einem Mindestlohn von 300.000 CLP, würden die Leute aber mit der Preiserhöhung 50.000 CLP im Monat bezahlen, wobei die Wohnungsmiete i.d.R. auch mindestens bei 250.000 CLP liegt. Man(n) muss nicht in Franken rechnen, um zu sehen, dass da so einiges nicht aufgeht. Es ist dabei weder, Strom, Wasser, noch Nahrung, oder Kleidung bezahlt. Was machen sehr viele Leute, die nicht Teil der „hohen Klasse“ sind? Sie bezahlen mit Kredit und verschulden sich über Jahre hinweg in hohe Beträge.

=> Kaum öffentlich, aber die Realität – es gibt 3 „Gesellschaftsklassen“ in Chile;
die hohe, die mittlere und die tiefe Klasse. Man denkt, dass in der Realität ca. 70% der tiefen Gesellschaftsklasse ausmachen: sie verdienen vermutlich gar nur 250.000 bei 45h im Monat (vorher umgerechnet ca. 400 CHF, zurzeit ist aber der CLP sehr hoch und es wären nur noch 311 CHF). Das Problem war also nicht nur die Erhöhung der Metrotickets, sondern auch die Preiserhöhung von Strom und Wasser.

=>
Sozialismus / Kommunismus:
Nach und nach kam aber ans Licht, dass die Demonstrationen über GANZ Chile hinweg von einer sozialistischen Gruppe (unbekannt wer der „Führer“ sein könnte) organisiert wurde. Sehr vieles ist detailliert durchdacht und die eigenen Chilenen zerstören ihre eigenen Landesleute.
Schulen wurden angehalten oder gar frühzeitig beendet, Läden geschlossen, Strassen gesperrt, Busse sind nicht mehr gefahren und vieles mehr. All dies vom Norden Chiles (z.B. Atacama) bis hinunter in de Süden (z.B. Punta Arenas). Viele haben ihre Arbeit verloren, es gab mehrere Nächte in einigen Städten Ausgangssperre und viele gehen weiterhin auf die Strassen oder auch plündern. Es herrscht eine Art Krieg zwischen den Links- und den Rechtsextremen. Mehr: die Linken möchten an die Macht kommen, was wir aber alle nicht verstehen können. Es sollte doch genügen, Jahrelang Kuba, Ecuador, Bolivien, Venezuela, Kolumbien, Brasilien etc. zuzuschauen und zu sehen, was der Kommunismus mit diesen Völkern angestellt hat.

Ignacios Familie geht es aber zur Zeit soweit recht gut. Gott hat bis zum heutigen Tag mit dem Nötigen auf erstaunliche Weise versorgt, worüber wir sehr dankbar sind.
Falls jemand mehr Fragen über die Situation hat, darf bei uns gerne nachfragen. Die Sache ist überhaupt nicht gerizt, die Proteste und der Vandalismus u.ä. gehen weiter.
So, soweit so gut. Seid ganz lieb gegrüsst und habt eine gesegnete Adventszeit. Zwar geht es nicht um das Datum (das geschichtlich nach den vorhandnen Angaben gerechnet eigentlich im März sein sollte), aber trotzdem möchten wir jeden Tag erinnert werden: es wurde uns ein Retter geboren, der war, ist und bleibt – zur Rechten Gottes sitzend. Halleluja! Dank sei unserem Vater im Himmel!

bald, bald… :-)

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Ich würde sagen es wäre wieder einmal Zeit, euch so ein kleines bisschen über uns drei zu informieren und zu melden, dass wir übrigens alle noch am leben sind (thanks God!) 😉
Ja, wenn ich mir das so überlege, dass man plötzlich von Leuten dann über Jahre hinaus nicht mehr hört, da können sooo viele Dinge innerhalb soooo kurzer Zeit passieren – vieles, womit man gar nicht rechnen würde. Und ja, jeden Tag, an dem wir mit Leben aufstehen können ist ein Gnadegeschenk Gottes. Das beschreibt er sogar im Matthäus Evangelium Kapitel 5, Vers 45: er lässt die Sonne aufgehen und es regnen über jede Art Menschen – über Böse und Gute, über Gerechte und Ungerechte. DAS ist Gnade, denn welcher Mensch könnte sich schon Gut und Gerecht nennen? Vielleicht denken wir, wir tun gute Werke oder wir haben ja niemanden umgebracht. Aber tief im Herzen wissen wir (und das zeigt sich bereits in den Kindern), dass noch ein jeder von uns (ich und Ignacio eben miteingeschlossen) nicht nur gutes und gerechtes im Herzen hat. Auch kein Pfarrer, kein Prediger, kein Priester, kein Dalai Lama, kein Papst – nur Jesus war der einzige wirklich Gerechte und Gute.
Nun gut, das ist, was die Bibel uns klar aufzeigt und eben SEIN Tod am Kreuz wegen SEINER Gerechtigkeit und seines Gehorsams für uns genügend wurde, um uns als Sünder freizukaufen und von der Schuld zu erlösen (Kolosserbrief 1, 12-23 + 2,14).
Das sind doch einfach die tollsten Nachrichten, die uns Menschen überhaupt gegeben werden kann!! 🙂
Aber um diesen Freispruch überhaupt in Anspruch nehmen zu können müssen wir ja zuerst bekennen, dass wir schuldig sind und DAS ist der Punkt, der uns Menschen schwer fällt, weil wir doch alle lieber zu den Guten und „unschuldigen“ gehören. Aber auch da -> wir können zwar mit dieser Wahrheit, die in der Bibel beschrieben ist, konfrontiert werden, können sogar „Ja“ und „Amen“ dazu sagen, aber unser versteinertes Herz kann eben doch nur Einer wahrhaftig brechen und uns ein fleischernes geben: unser Vater durch seinen Geist…(Hesekiel 36,26)
So, ich musste uns einfach wieder mal an das Evangelium erinnern – das sind wirklich die besten Neuigkeiten, die wir euch mitteilen können!
🙂
Jetzt aber noch etwas über uns persönlich
😉


Ignacio durfte am 8. April gut in sein neues Arbeitsleben starten. Wir sind froh und dankbar, dass er arbeiten darf und es war auch gut, konnte er mit Teilzeit beginnen. Somit war das Angewöhnen an die neue Situation ein bisschen „softer“ und nicht ganz so abrubt.
Noch sind wir nicht ganz sicher, ab welchem Datum er dann Vollzeit arbeiten werden kann, sollte allerdings noch im Verlauf des Monats Mai sein. Bei seiner Arbeit konnte er schon bei verschiedenen Sachen mithelfen, allerdings bekam er es bis jetzt am meisten mit den Gurken zu tun. 😉 Dabei hat er auch schon einige neue Leute kennen gelernt: Hautpsächlich aus Portugal, Polen und zwei Erithreer – wobei noch neue Leute dazu kommen werden.
Bis jetzt habe es mit der Sprache und dem Verständnis gut funktioniert, sagt mir mein Mann. Ab und zu wird das portugiesisch schon auch angewendet, aber grundsätzlich seien die Mitarbeiter auf das Deutsch bedacht.

Bei mir geht es auch bereits gegen das Ende der ersten Schwangerschaft zu. Es war bis auf den heutigen Tag eine reich beschenkte Schwangerschaft. Wir möchten unserem Herrn dafür danken – und hätten ihm auch für eine schwierige Schwangerschaft danken wollen. Natürlich hab ich nichts dagegen, durften diese Monate so ruhig und gesund verlaufen und für jeden Tag, wo das Herz von dem Baby geschlagen hat ist für uns ebenfalls ein Gnadengeschenk. Wir konnten dieses Leben ja nicht produzieren und uns ist bewusst, dass es auch nicht uns gehört. Der Herr schenkt uns dieses Kind und nur Er weiss für wie lange. Dasselbe unter uns als Ehepaar. So möchten wir doch jeden Tag ausnützen, dafür dankbar sein und uns darüber freuen. 🙂
Der Termin wurde wie gesagt auf den 19. Mai gesetzt. So sind wir gespannt, wenn es soweit ist und sich dieses wunderbare Geschöpf zeigen wird….*Freude-Nervosität*
An dieser Stelle auch nochmals herzlichen Dank für alle, die schon fleissig Baby-Sachen mitbesorgt haben und konnten und von anderen, die bereit liegen. Da sind wir wirklich sehr dankbar über alles, was wir für unser Kind empfangen durften.

Und so kann ich abschliessend an diesem Thema gerade noch anfügen, dass wir auch ganz herzlich unseren Spender/innen danken wollen – den „regelmässigen“ und „spontanen“. 😉
Damit es im Generellen ausgesprochen ist, sind Ignacio und ich weiterhin sehr froh über finanzielle Unterstützung und nehmen sie mit grosser Dankbarkeit entgegen. Wie gesagt können wir momentan die Krankenkasse mit dem, was Ignacio verdient bezahlen (wir zwei + Baby) und auch bei meinen Eltern für das Wohnen dazu beitragen. Für unser Kind werden wir ja dann sehen, wie viel wir ungefähr rechnen müssen. Was wir allerdings wissen ist, dass es für ein privates Wohnen natürlich nicht genügend würde und wir bis jetzt einfach wissen, dass Ignacio bis Ende Oktober den Arbeitsvertrag laufen hat. Alles weitere wird sich dann eben mit der Zeit noch zeigen – da bitten wir euch um etwas Geduld.
Zuerst werden wir uns jetzt auf die Geburt des Kindes und die Umstellung auf Vollzeit (5einhalb Tage, 55h/Woche) von Ignacios Arbeit konzentrieren und alles weitere kommt später.
So lassen wir euch mit diesen Frühlingsbilder ganz herzlich grüssen und freuen uns auf weitere Wiedersehen, die noch nicht gemacht werden konnten (aber wir sind ja vorerstmal ein bisschen hier 😉 ).

Herzlich, die drei Cáceres‘

Kurz-Info

Hallo Zusammen 🙂

Diese Nachricht sollte wirklich nur kurz sein. Wir wollten euch gerne darüber informieren, dass Ignacio letzten Freitag, als wir das Gespräch mit dem Gemüsebauer hatten, bereits einen Arbeitsvertrag unterschreiben durfte. Ehrlich gesagt hatten wir gar nicht damit gerechnet, v.a. weil uns gesagt wurde, dass wir dann einfach mal ein Gespräch führen. Umso grösser war also die Überraschung – und nicht nur das. Zusätzlich haben die Chefs, Hans Blaser und sein Neffe, extra Ausschau nach einer Möglichkeit für Ignacio gehalten, um zu sehen, ob sie ihn doch nicht schon früher einsetzen könnten (da es zu Beginn erst ab Juni ein Thema gewesen wäre). Ignacio darf somit ab dem 8. April bei den Gebrüder Blaser in Ruswil in der Agrokultur mitarbeiten (Gemüse und Blumen).
Auch wenn die Arbeit für ihn sehr streng wird (ab Mitte Mai werden es 55h, fünfeinhalb Tage / Woche  sein), sind wir doch so sehr froh und dankbar, darf er überhaupt arbeiten und wir somit zumindest die obligatorischen Kosten decken, und zu unserem Hoffen auch etwas ansparen. Für uns ist es nicht selbstverständlich, gerade wenn man dabei noch an die „äusserlichen“ Konditionen denkt (Sprache und anderes). Doch unser Herr ist souverän und wo er ein Türchen aufmachen möchte, gibt es für ihn weder Schwierigkeiten, noch irgendwelche Hindernisse. Aber auch für die verschlossenen Türen möchten wir danke sagen, denn nur Gott weiss, was für uns das Beste ist (was nicht immer nach unseren menschlichen Vorstellungen abläuft, aber wir vertrauen darauf, dass ER es eben besser weiss, als wir). Alle anderen Anfragen ergaben keine „positive“ Antwort und das ist in Ordnung. Ignacio freut sich trotzdem schon auf die Arbeit. Beim Gespräch durften wir alles besichtigen gehen wo meinem lieben Mann das Staunen blieb. Er hat sich beim Gespräch auch sehr wohl gefühlt und zweifelt nicht daran, dass es eine gute Zeit wird. Hans Blaser ist ein sehr warmherziger, offener Mensch und freut sich schon, Ignacio auf seinem „Gemüsehof“ aufzunehmen.
Wir danken euch für eure Gebete, für euer weiteres Lesen und Mitverfolgen.
Für die Frage, wo wir wohnen: Ja, zur Zeit werden wir bei meinen Eltern wohnen. Wir sind auch ihnen sehr dankbar, stellen sie Haus und Küche zur Verfügung, sodass wir uns möglichst frei bewegen können. Für den Moment ist es einfach die beste Übergangslösung, da wir ja rein finanziell uns noch gar nichts anderes leisten könnten.

So, das sind unsere erfreulichen News. In der Zwischenzeit haben wir uns auch schon recht eingelebt, die Tage konnten wir bis jetzt von Morgen bis Abend sehr ausnützen, was uns auch geholfen hat, uns recht schnell auf die Zeit umzugewöhnen. 😉

Seid somit ganz lieb gegrüsst und auf Wiedersehen 🙂

Ignacio, Judith und geliebtes Baby -> Wirbelwind… 😉

Grüezi Schwiiz

Hallo ihr Lieben, Bekannte und vielleicht gar nicht so Bekannte… ;-)

Bestimmt haben sich schon einige gefragt, was nun mit Ignacio und mir ist, ob wir nun in der Schweiz angekommen sind, ob wir die Gnade erleben dürfen noch wohlauf zu sein….
JA! 🙂 Wir durften am 5. März am späten Abend gut in der Schweiz ankommen. Es war eine lange Reise *logisch*, aber diesmal hat sie noch etwas länger gedauert wegen dem 7-stündigen Aufenthalt in Madrid. Wir haben jedoch die Zeit ausgenützt um das Herz von der Stadt Madrid etwas näher kennen zu lernen.
Das war immer noch die bessere Variante, um unsere Beine etwas zu bewegen. Ich war auch sehr dankbar, dass ich nicht ein allzu grosser Bauch habe, denn die Reise war doch eher anstrengend. Aber eben, anstatt mich zu beklagen (wo ich keinen Grund dazu habe), möchte ich meine Dankbarkeit aussprechen, Ignacio und ich, dass wir gut reisen durften, das Baby noch im Bauch ist und wir heil und ganz ankommen durften.

In der Schweiz angekommen haben wir uns gleich am nächsten Morgen begonnen uns um das Administrative zu kümmern. Es gibt diesmal so einiges zu tun und zu beachten, wobei wir hoffen, dann bald einmal das Wichtigste und Nötigste erledigt zu haben.
Auf der Ettiswiler Gemeinde und bei einer Krankenkasse sind wir beide bereits angemeldet. Da müssen wir nur noch die letzten Details abwarten, aber unser Teil ist getan.
Wir konnten auch bereits zu meinem Hausarzt für eine Schwangerschaftskontrolle. Für Ignacio haben wir ebenfalls Termine reserviert, weil es so einiges gibt, das wir für ihn gerne ausnützen möchten (da er ja sowieso eine KK haben muss), um zu checken und kontrollieren, was in Chile schwierig bis sehr schwierig ist.
Nebst solchen Terminen haben wir den Kalender im März auch bereits mit anderen „Aktivitäten“ bereits ausgefüllt, wie z.B. Besuche und es kamen Anfragen für Mithilfe von Bibelstudium oder auch zu predigen. Darüber freuen wir uns sehr, denn das ist Ignacios beliebtester Bereich, er hat schon sehr viel dazugelernt (mit Hilfe von Studiummaterial) und er hat eine grosse Gabe darin.
Wie ihr ja wisst, ist allerdings unser grosses Anliegen eine Arbeit für Ignacio zu finden. An dieser Stelle möchten wir uns bei all den Personen bedanken, die uns Ideen und Adressen gegeben haben, um dort allenfalls für Arbeit nachzufragen, was wir auch getan haben. Nur ist es so, dass bis jetzt überall abgesagt wurde.
Was jedoch offen bleibt sind ab Juni (etwas spät, wäre aber besser als gar nichts) eine Arbeit in einer Gemüsegärtnerei, oder zur Zeit war noch eine Person von einem Baugeschäft offen, den Lebenslauf von Ignacio näher anzuschauen, um über eine mögliche Arbeit für Ignacio mit dem Chef zu sprechen. Wir würden uns sehr auf eine baldige Arbeit (ab April) freuen!
😉
Ignacio ist wirklich offen für alles, lernt sehr schnell, gar sein Deutsch hat sich innert sehr wenigen Tagen schon ziemlich gesteigert (er ist zwischen Deutsch lernen per Internet und Schweizerdeutsch in Gesprächen Zuhause).
Von meiner Seite versuche ich ihm zu helfen, doch auch ihr Leserinnen und Leser habt sicher selber festgestellt, dass wenn er nur von mir Deutsch (Schriftsprache) lernen würde, er eher ein unkorrektes Deutsch lernt. So sind wir aber am sehen, wie wir einander dabei helfen können.
So möchte ich euch auch offen darum bitten, falls jemand etwas wegen einer Arbeit wüsste, es uns mitzuteilen. Wir sind offen für jede Neuigkeit. Im Moment sind wir bis sicher Anfangs Oktober hier, ABER:
Da uns die Geburt unseres Kindes momentan wichtiger ist, als bereits die weiteren Zukunftspläne kontrollieren zu wollen (was wir ja sowieso nicht unter Kontrolle hätten), möchten wir die Zeit soweit und solange es geht hier in der Schweiz ausnützen. Wenn Ignacio für längere Zeit als September arbeiten könnte, würden wir diese Arbeit mit grosser Dankbarkeit annehmen. So wisst ihr etwas Bescheid über unsere Gedanken, was die kommenden Monate betrifft.
Diesen Freitag werden wir ein Gespräch mit dem Chef der Gemüsegärtnerei haben. Aber zur Zeit haben wir noch keine weiteren Informationen.

Ich denke, das ist ein guter Punkt, hier vorerst einmal Schluss zu machen.
Zu letzt möchten wir beide aber ein riesiges Dankeschön an all diese Personen ausrichten, die von ihren Finanzen in uns investiert haben. Wir wissen nicht um welche Personen es handelt. Bist du eine davon, dann lass dir einfach ganz herzlich Danke sagen und sei gewiss, dass wir beide wirklich sehr sehr dankbar für deine/eure Unterstützung sind. Viel mehr können wir ja nicht dazu sagen, oder dafür tun… was sich nach solanger Zeit Spenden zu empfangen immer wieder seltsam anfühlt – einfach entgegenzunehmen…
😉

So wünschen wir euch ein gutes Wochenende, seid gesegnet und bis bald. Ihr werdet wieder von uns hören, sehen und lesen.

Ignacio und Judith

SCHNEE-weisse Zähne… ;-)

Hallo zusammen

Jetzt ist es mir doch tatsächlich passiert, dass ich den auf deutsch geschriebene Eintrag auf spanisch übersetzen wollte und erst jetzt gesehen habe, dass ich dabei einen riesigen Fehler (total unbemerkt) gemacht haben muss, denn jetzt war der spanische Text auch hier in Deutsch. Gut, ich hoffe ihr konntet den Text vorher schon mal lesen, denn ich werde nicht mehr den Ganzen nochmals genau gleich schreiben können (auf spanisch ist es nicht ganz genau gleich geschrieben).
Es ging darum, dass Ignacio und ich sehr dankbar waren in dieser Zeit hier zu sein. Nicht nur weil wir die Zeit in einer Feriendachwohnung und Umgebung geniessen konnten, oder auch Leute auf Besuch empfangen oder besuchen gehen konnten, sondern auch wegen der Möglichkeit zum Zahnarzt zu gehen.
Da Ignacio vorher noch nie einen wirklichen Besuch beim Zahnarzt hatte, jedoch wir seit der Zeit in Kanada feststellen konnten, dass eine Kontrolle wohl sehr nötig wäre, haben wir ein kompletter Untersuch machen lassen, wo es sich die Not für mehrere Behandlungen bestätigt hat: 4 Kariesstellen und 3 Weisheitszähe; zwei die man unbedingt rausnehmen sollte und einer, der bereits einen Infekt hatte.
Wir danken Gott hatte er auch über diese Sache seine Hand, denn laut Chirurge hätte dieser Zahn schon seit 2 Jahren herausoperiert werden sollen, jedoch wusste Ignacio zu dieser Zeit ja noch gar nichts über seine Weisheitszähne.
Die erste leider ziemlich schmerzhafte OP verlief gut und auch die Wundheilung scheint immer noch i.O. zu sein, die zweite OP wird am 28. Februar vollzogen.
Das Ganze wird zwar sehr teuer (Zahnarzt und OP bei Chirurgen alles zusammen um die 2200 CHF), jedoch war es für uns wirklich eine Not, weshalb wir uns dazu entschieden haben diese Sache in Angriff zu nehmen. Gott weiss über unsere Situation und wir möchten ihm vertrauen. Er hat schon einiges vorgesorgt für uns:
– die Zahnärztin ist extreeem zuvorkommend und lässt uns in Raten zahlen mit den Worten: „so wie es euch möglich ist“ (wir haben 150.- / Monat vereinbart). -> die Chirurgie ist eine andere Rechnung
– eine Bauerfamilie war gerade froh um Hilfe im Hühnerstall, das war eine gute Möglichkeit für einen kleinen Einsatz hier leisten zu dürfen. Sie wollten es aber nicht ohne Vergütung machen und wir waren auch dafür dankbar 😉

Für uns ist es sehr speziell, dass auch zur Zeit diesen „Geschehnisse“ eine Familie auf’s Herz bekommen hat uns Tickets nach Chile zu schenken. Bis jetzt konnten wir ja nur „spekulieren“, dass wir Ende Februar – Anfangs März nach Chile zurück gehen werden, jedoch, solange es keine Tickets gab, konnten wir dies nur im Glauben sagen, wussten jedoch nicht, ob es auch wirklich Gottes Zeit für uns ist.
Denn wenn man nach der Situation gegangen wäre, würden wir nicht so schnell nach Chile zurück kommen, aber wir kennen auch, dass Gott auch ein Gott der für uns unmöglichen Dinge ist.
Wir sind sehr dankbar, unserem himmlischen Vater und auch der Familie für dieses riesige Geschenk. Denn in unseren Herzen brennt es mittlerweile schon ein bisschen mehr die Zusammenarbeit mit der Gemeinde (Kirche) zu starten und den Leuten in Not Hilfe leisten zu dürfen und ihnen zu dienen.
Wir möchten wirklich unsere Leben für andere Menschen hingeben, wenn man das so sagen kann (?); andere bevorzugen, selber auf gewisse Dinge zu verzichten, damit andere gesegnet werden können, unsere Zeit und Aufmerksamkeit für andere hingeben und das Ganze soll nicht zu unserer, sondern zu Gottes Verherrlichung sein. Wir möchten seinem Ruf folgen und mit seiner Hilfe ihm gehorsam sein.
Unser Flug ist diesmal „nur“ ein Hinflug, d.h. wir werden in Chile bleiben um diesem ganzen Projekt auch wirklich einen Start zu geben. Wir werden am 13. März am frühen Morgen fliegen und werden am 14. am Mittag in Puerto Montt, Chile, ankommen. Auch für das zweite Ticket sind wir sehr dankbar, das uns von einer anderen Familie geschenkt wurde. Es erspart uns jede Menge Zeit (anstatt 13h Busfahrt nur 1h 45min Flug) und auch kompliziertes und etwas schweres reisen; von Flughafen nach grosser Bushaltestelle und das in Santiago, mittlerweile eine ziemlich gefährliche Stadt…

Wie schon erwähnt, sind wir weiterhin an unserer Page am arbeiten, was für uns ein ziemlich Aufwand ist an Zeit und Verstand. Natürlich ist es immer ein Aufwand, aber ich wir sind beide nun nicht extrem geübt darin, hatten ja auch grosse Hilfe schon dabei, und im Moment versuchen wir das Ganze auf 3 Sprachen zu machen, wobei Deutsch und Spanisch vorangeht. Aber wir bitten weiterhin um Geduld, denn es werden noch weitere und bessere Erklärungen zu unserer zukünftigen Arbeit folgen.
Nochmals kurze Antworten zu Fragenstellungen die mir gegenüber gemacht wurden von verschiedenen personen:
-> ich bezahle keine AHV, weil ich seit März 2015 in der Schweiz abgemeldet bin und einfach als Auslandschweizerin registriert bleibe (ein Jahr haben wir eine freiwillige AHV versucht, die jedoch Ende Jahr um einige Tausend Franken teurer war als das Normale wäre in der Schweiz)
-> im Moment habe ich noch eine freiwillige Krankenkasse aktiv, die sich pro Monat 123.- von meinem Konto abholt (vorher waren es noch 300.-)
-> die Ferienwohnung, in der wir leben, wurde uns diese drei Monate über bezahlt, es wurde uns geschenkt, dass wir hier nichts bezahlen müssen

So, ich glaube das waren so die wichtigsten Informationen, die ich das letzte Mal hier eingetragen habe. Entschuldigt, falls sich etwas geändert hat oder ich etwas vergessen habe.

Im Moment grüssen wir euch ganz herzlich

Judith und Ignacio

Zurück in der Schweiz: Huttwil

Liebe Freunde aus den verschneiten und nicht verschneiten, kalten und warmen Regionen und Länder 😉

Bestimmt fragen sich einige von euch schon: „Und jetzt? Wo sind die Zwei wohl hingegangen? Sind sie überhaupt in der Schweiz angekommen?“ etc.

Wir möchten euch mit Freude verkünden, dass wir ganz offiziell zu zweit (für uns gratis) in einer Ferienwohnung hier in Huttwil für diese Zeit in der Schweiz wohnen dürfen. Wir möchten speziell der Familie, die uns zu dieser Wohnung verholfen hat unseren Dank für ihre Unterstützung aussprechen. Ignacio und ich sind wirklich sehr überrascht und dankbar, dass wir hier, in einer sehr gemütlichen 3-Zimmer Dachwohnung (in einem Holzhaus) sein und etwas unabhängiger unser Tagesablauf formen dürfen. Seit dem wir geheiratet haben (am 23. Februar in Chile), haben wir noch fast nie alleine gelebt. Wir durften für ca. 4 Wochen nach der kirchlichen Hochzeit in der Schweiz ein Haus „hüten“, wo wir zwei uns auch als Ehepartner etwas besser kennen lernen konnten, Wir sind allerdings sehr dankbar für jede Zeit, die wir bis jetzt zusammen verbringen durften. Oft bekommt man in der Missionsarbeit einige Dinge mehr zu verstehen oder man wird sich bewusst, was alles nicht selbstverständlich wäre, es aber für andere ist.
Ein Dach über dem Kopf, ein isoliertes und warmes Haus, fliessendes Trinkwasser, kaltes und warmes Wasser, Waschmaschine, Seife, Waschmittel, Nahrung, Auto, Arbeit, etc.
Wir möchten uns überhaupt nicht beklagen über diese Zeit, wo wir im Hause unserer Familien und in Kanada mit einer anderen Familie verbringen durften. Denn wir waren sehr dankbar, durften wir von all diesem materiellen Segen auch in Gebrauch nehmen. Vielen Dank auch euch für eure Unterstützung. In unserem Herzen ist grosse Dankbarkeit für wohin Gott uns geführt hat und über seine Fürsorge. Er hat alles geplant gehabt und auch all diese Menschen, euch, in unser Leben gestellt und wir möchten ihm die Ehre geben dafür. Er gestaltet alles zu seinem Zweck und für seine Herrlichkeit. Oft können viele Dinge nicht oder nicht gleich nachvollziehen, brauchen wir auch gar nicht zu tun und wir möchten unserem Schöpfer vertrauen, denn es genügt, wenn ER weiss, was er macht und wieso. 😉 Wir können uns einfach vom Herrn im Gehorsam führen lassen und mit Freude seine Wege gehen.
Seid gewiss, dass wir gerne unsere Haustüren für Besuche offenlassen möchten. Ignacio und ich würden uns wirklich sehr auf Besucher freuen. Wir möchten auch der Familie des Hauses herzlich danken für ihr Vertrauen uns so spontan in ihre Ferienwohnung zu lassen. Sie haben uns zwei vorher nie gesehen und trotzdem stellen sie uns Wohnung und Waschmaschine bis sogar Auto zur Verfügung. Allerdings wäre es deshalb etwas einfacher für uns, wenn wir den Besuch empfangen dürfen. Sicherlich versteht ihr diese Situation. Wenn jemand von euch uns gerne sehen möchte, es allerdings nicht möglich ist zu uns zu kommen, seid doch bitte so offen und schreibt uns doch einfach per E-mail. Wir können auf jeden Fall etwas organisieren. Im generellen wäre das Beste per E-mail ein Datum zu vereinbaren, weil wir telefonisch nur „komplizierterweise“ erreichbar sind. Für Freunde, die auch etwas weiter weg wohnen und nicht am gleichen Abend nach Hause fahren möchten dürfen auch gerne bei uns übernachten. Wir haben hier Übernachtungsmöglichkeiten von gut 2-4 Personen.
Die genaue Adresse von uns schaue doch bitte unter „Kontakt“ nach.
So, aber jetzt noch einmal ein kurzer Blick zurück nach Kanada.
Wir haben unsere Zeit gut beendet. Ignacio und ich durften gesamthaft unser Englisch um einiges in allen Bereichen verbessern. Jetzt können wir einfach weiterhin dran bleiben um nicht gleich zu vergessen was wir überhaupt gelernt haben.
Für uns war eine spezielle Zeit in Kanada;
Schule, Schulkammeraden aus aller Welt, Hilfe in und um Haus herum, tonnen-weise Sojabohnen (zu zweit) absacken und (andere zwei Personen) aufladen (über 60-80 Tonnen pro Mal), Kirche, Austausch mit kanadischen Familien und ihre Kultur, aber auch zusammen in der Bibel lesen und Lieder singen,  ein Wochenende campieren gehen, ein Schwarzbär bewundern (ein kurzes aber riesiges Highlight), ein Wolf in der Nacht heulen hören, verschiedene und sehr viele Eichhörnchen beobachten, Kojoten in den Nächten hören und auch mal einer am Tag vor dem Haus sehen, ein Stinktier vor der „Hütte“ zu riechen, bei jeder Autofahrt bei einigen flachgedrückten Waschbären, Stinktiere und Eichhörnchen vorbeizufahren,..und wenn wir uns nicht täuschen zu guter Letzt und ein spezielles Highlight: die Niagara Wasserfälle.

Und in dieser ganzen Zeit durften Ignacio und ich zusammen wachsen und vieles dazulernen; im Generellen aber noch viel mehr im Persönlichen. Wir danken nochmals allen ganz herzlich die dazu beigetragen haben, auch die Familie, die uns die drei Monate in Kanada in ihrem Haus aufgenommen hat. Danke für jede Unterstützung und in Kanada danke auch für alle Gespräche und Besuchsmöglichkeiten. Es war uns eine Freude euch Geschwister in Kanada kennen gelernt haben zu dürfen.

Was können wir mehr sagen? Eigentlich würde jetzt der neue Abschnitt kommen mit den weiteren und neusten Informationen über unsere zukünftige „Vision“ von unserer Missionsarbeit von Ignacio und mir. Wir sehen aber, dass doch schon wieder eine gute Zeile geschrieben ist. In dieser Zeit hier in der Schweiz sind wir dran weiterhin an unserer Page zu arbeiten. Vielleicht habt ihr schon etwas an der „Home“ seite sehen können. Uns ist es ein Anliegen unsere zukünftige Arbeit euch genauer vorzustellen.
Diese Vision, oder Ideen, wurden überraschenderweise aber ganz klar und mit Überzeugung zu unseren Gedanken in der Zeit, als wir in Kanada waren.
Unser Ziel wäre Ende Februar wieder zurück nach Chile zu gehen und dort eine eigentliche Mission zu beginnen. Wir wissen, dass wir mal noch etwas von einem Theologiestudium geredet haben, weil das unsere Idee und auch ein Wunsch war, jedoch sollte es nicht dran sein. Wir haben Kontakte gemacht und nachgeforscht, jedoch somit bemerkt, dass es einfach noch nicht an der Zeit ist.
Wenige Wochen in Kanada angekommen haben diese Ideen angefangen und wir bekamen ganz klare Ideen, wo wir bald hingehen sollten und mit welchem Ziel.
Es gibt sehr viele Menschen in Not in Chile (auch wenn es für Südamerika fortgeschritten ist), und genau dort sollte unser Ausgangspunkt werden. Jedoch nicht nur Chile, sondern auch die Nachbarsländer, Südamerika und überhaupt auf der Welt. Gerne würden wir solche Menschen erreichen. Personen, die weit weg sind und nicht viel Möglichkeiten haben als irgendwie versuchen sich selber zu versorgen, so weit wie möglich. Auf den Berggebieten und auf kleineren Inseln im Süden Chiles gibt es in diesem Sinne sehr viel zu tun und viele von diesen Menschen brauchen nicht nur mit materiellem wie Mehl, Esswaren, Trinkwasser, Strom, Decken etc. Hilfe, sondern viele von ihnen wünschen sich auch, dass man aus der Bibel liest, mit ihnen oder für sie betet und von Gott, Jesus und dem Evangelium redet. Viele sehen sich in Not, sehen sich jedoch mehr in geistiger und seelischer Not als in materieller Not, obwohl sie menschlich gesehen mehr Grund dazu hätten als in den 1. Weltländer.
Nun, diesen Menschen möchten wir helfen, in ihrer Not auch mit ihren Familien, Kinder, Gesundheit, Kriminalität und allen möglichen Umständen. Wir würden uns wünschen, dass wir mit einem Auto unterwegs sein könnten, denn die Distanzen sind sehr weit und die Strassenverhältnisse nicht einfach. Auch so werden wir zu Fuss unterwegs sein, jedoch wäre es uns somit auch eher möglich überhaupt Waren mit uns zu führen um anderen wieder zu verteilen.
Das Auto sollte aber nicht nur für Transport von Waren dienen, sondern auch von Personen; Hilfspersonen von anderen Gemeinden, aber auch Personen von den jeweiligen Ortschaften, die Hilfe bräuchten von A nach B zu kommen.

Dies scheint eine bereits längere Instruktion zu sein, jedoch ist es eine verkürzte Version. Gerne möchten wir euch zu einem späteren Zeitpunkt unsere Arbeit mit Hilfe von Bilder und Kommentare und was uns alles möglich sein wird präsentieren und auch auf unsere Page laden, sodass ihr für das Ganze ein besseres Bild bekommen könnt. Dazu möchten wir euch nochmals um etwas Geduld bitten.
Im Moment lassen wir es bei diesen Informationen. Wir wollten euch auf jeden Fall schon mal etwas näher von uns wissen lassen.
Wenn ihr euch fragt, was das Ganze sollte mit „Vision“ und der Bibelvers und die verschiedenen Stichwörter auf der Startseite unserer Internetseite; macht euch noch nicht zu viele Gedanken. Wir haben geplant diese Worte und Gedanken mit etwas mehr Details und einfachen „Klicks“ zu erklären. Dazu brauchen wir aber etwas mehr Zeit und viel Arbeit am Computer.  Jedoch ist es unser Interesse, euch allen es so verständlich wie möglich zu machen; denen, die schon solche Ausdrücke kennen und auch denen, die nicht viel mit Gott und der Bibel und solchen Ausdrücken zu tun haben.
Wir schätzen jeden von euch, jede Leserin und jeden Leser, wir schätzen euer Interesse und eure Teilnahme an unserem Leben.
Für den Moment wünschen wir euch weiterhin eine gute Vorbereitungszeit, geniesst den Schnee 😉
Viel Kraft für alle Arbeiten und Dinge, die ihr erledigen müsst und möge Gott unser Schöpfer euch bewahren.

Seid lieb gegrüsst

Ignacio und Judith =)

ein Ziel definieren…

liebe Leserinnen, liebe Leser

zur Zeit sind Ignacio und ich in Wildhaus, bei meiner Oma (Grossmutter) und Helene, ihrer Freundin und auch Freundin von unserer Familie.
Wir konnten hier schon einiges im Garten mithelfen und verbringen auch zu zweit ein bisschen Zeit, was gut ist so.
Nun, in den letzten paar Tagen oder vielleicht sogar Wochen hat sich bei uns immer mehr ein Ziel herausgespitzt, auf welches wir uns jetzt ziemlich konzentrieren möchten. Wie ihr ja wisst, ist eigentlich das fast „Endziel“ ein Theologiestudium auf dem Evangelium basiert machen zu können.

Mittlerweile haben wir aber die Sicht, dass wir uns vorher besser auf dieses Studium vorbereiten sollten (sicherlich sprachlich…eventuell wird noch mehr nötig sein) und schlussendlich ist es nicht nur für das Studium, sondern wirklich auch mit der Aussicht später in der Missionsarbeit davon profitieren zu können; für die kommende Zeit wurde nun wirklich klar, dass wir unsere Sprache ausweiten und/oder verbessern sollten.
Ignacio möchte vor allem Englisch und so weit wie möglich auch beginnen Deutsch zu lernen. Wobei ich natürlich auch mein Englisch verbessern möchte und wenn ich könnte würde ich auch wieder mein Deutsch verbessern wollen…hihi….aber das ist nur als kleiner Witz 😉  Ich hoffe ihr könnt mich trotz meinen vielen Fehlern immer noch verstehen…hehehe…
Also, was soll jetzt das spezifisch heissen? Wir denken beide, dass unser Weg wirklich den Kurs nach USA – AMERIKA nimmt.
Ignacio und seine Familie (Eltern) kennen von früheren Zeiten Amerikaner und versuchen somit in Kontakt mit ein paar von ihnen zu machen, bzw. Ignacio konnte schon mit welchen Leuten schreiben.
Wir vermuten auch, dass für das zukünftige Studium (so Gott möchte und uns die Türen zu seiner Zeit öffnen würde) in Amerika sein wird, aber dazu haben wir jetzt noch keine definitive Antwort.
Auf jeden Fall wollten wir euch diese kleine Information bereits einmal weitergeben und auch für diejenigen die für uns beten möchten.
Ignacio und ich sind also auf der Suche, dass wir ab September (wenn möglich) in die USA gehen könnten (auch noch unklar welcher Staat) und dort dann die Möglichkeit hätten Englisch zu lernen, wir denken sicher einmal für drei Monate. Wir möchten offen und ehrlich sein mit euch.
Unsere Situation ist wie öfters ein bisschen speziell. Einerseits warten wir immer noch auf eine Antwort für das Visum von Ignacio. Und andererseits sind wir auch weiter finanziell herausgefordert. Wir durften wie gesagt für 3 Wochen bei einer Bauernfamilie helfen und diese Familie wollte uns diese Arbeit auch finanziell unterstützen. Mit diesem Geld durften wir z.B. gleich meine Zahnarztrechnung bezahlen und andere offen stehende Sachen wie z.B. unsere Hochzeits-Dankeskarten (die wir dann noch verschicken werden.)
Unsere nächste Herausforderung ist also, überhaupt nach Amerika zu kommen, dafür brauchen wir natürlich 2 Tickets. Wenn du uns dabei unterstützen möchtest, schaue doch unter „home“ oder „Kontakt“, hier auf unserer Page.
Wenn wir weiteres herausfinden, wie wir genau dazu kommen können Englisch in den Staaten zu lernen, werdet ihr wieder von uns lesen. Alles genauere über diese neuste Information ist also noch im Gange.
Wir sind unterdessen weiterhin in der Schweiz, hauptsächlich dann wieder bei meinen Eltern zu Hause oder mal da und dort auf Besuch oder bei einer kleinen Aushilfe. Wir werden auch möglichst viele Dinge (Vorbereitungen) erledigen, die wir erledigen können von hier aus und Kontakte schaffen mit Leuten aus/in Amerika. Sehr gerne würden wir uns auch dort dann einer Gemeinde für die Zeit die wir dort sein werden anschliessen. Wir sind noch sehr offen, ob wir in Amerika dann auch eine Art Aushilfe an einem bestimmten Ort machen können und dabei die Sprache lernen oder ob wir direkt in einem „Missionsinstitut“ dabei sein werden. Dies alles bleibt noch offen.
Wir danken euch herzlich für eure Unterstützung oder auch für eure Teilnahme an unserem Leben. Auch inmitten von unseren unbekannten und vielleicht sogar etwas unverständlichen Situationen.

Seid ganz lieb gegrüsst und hoffentlich „bis bald“… 😉

Ps: seid so frei und schreibt uns doch, falls ihr uns eine Frage stellen möchtet. Wir sind offen, auch wenn wir nicht alle Fragen beantworten können und sogar selber Fragen haben… 😉

nach der Hochzeit…

Ihr lieben Menschen

Soooooo…..schon mehr als ein Monat ist es her, seit Ignacio und
ich unsere Hochzeit mit vielen von euch feiern durften.
Wir sind immer noch erstaunt und überrascht, wie Gott uns speziell an diesem so sehr gesegnet hat. Manchmal können wir immer noch nicht ganz fassen, wie unsere Hochzeit eigentlich in so kurzer Zeit auf eine interessante Art und Weise auf die Beine gestellt wurde. Da können wir einfach nur bezeugen: Gottes Gnade und Souveränität -> manifestiert durch so viele Menschen mit Hilfe, Gebete, Spenden und ihre Gegenwart.
Wir möchten einfach allen nochmals unser herzlichsten Dank aussprechen, für alles was ihr dazu beigetragen habt. Auch an diejenigen, die jetzt gerade das Gefühl haben: „aber ich hab doch gar nichts getan“… das stimmt nicht ganz.
Du warst dabei, oder auch wenn du nicht dabei warst und einfach sonst Teil nimmst an unserem Leben, durch Briefe lesen, Gebete, E-mails etc.
Wir sind aber am allermeisten unserem Gott so sehr dankbar, wie er seine Treue und Güte uns schenkt und uns einfach an diesem speziellen Tag so bereichert hat.
Ach ja, auch noch vielen Dank für euer gemeinsames Geschenk mit den Berg-Tour-Ideen. Die sind ja super und wir werden sie bestimmt aufbewahren und weiter schauen, wie wir zu weiteren Wanderungen kommen werden, wenn unser himmlischer Vater uns nochmals in die Wanderschuhe stellen möchte…hihi 😉
Auf jeden Fall werdet ihr dann noch eine Dankeskarte von uns kriegen.  Ich hoffe, dass es das nächste Mal besser funktioniert mit der Post, denn ich habe von verschiedenen Personen erfahren müssen, dass bei ihnen nicht einmal die Einladungskarte angekommen ist, was wir sehr bedauern.
Und wahrscheinlich werden nicht alle von euch, die diese Zeile lesen, eine Karte kriegen, weil wir ja nicht alle Adressen haben…
Aber wir hoffen, dass wir zumindest allen Personen, die zu unserer Hochzeit gekommen sind, eine Dankeskarte schicken zu können.
Gestern haben wir die Fotos von Sarah, unserer Fotografin gekriegt. Da müssen wir noch schauen, wie wir das dann machen können und sollen, damit ihr auch Zugang haben könnt um die Fotos anzuschauen.

Jetzt also zu unserem aktuellen Status….
Wieder einmal mehr wird es ein wenig kompliziert erklären zu können, wo wir gerade drin stehen. Gut, was wir euch ganz genau erklären können ist folgendes: In der ersten Woche nach der Hochzeit konnten Ignacio und ich zusammen eine Woche „Flitterwochen“ geniessen. Wir blieben wie gesagt in der Schweiz und durften etwas von Luzern und auch etwas vom Engadin (Nationalpark, Morteratschgletscher etc.) geniessen. Wir haben auf sehr überraschende Weise Gottes Gegenwart und seine humorvolle, detaillierte Art uns einfach beschenken zu wollen sogar während dieser Woche und auch der nächsten Woche mit Ignacio’s Familie erleben dürfen.
Wir möchten übrigens auch für dies nochmals herzlich Danke sagen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr die Familie durch euer Beitragen gesegnet Wurde. Wir durften mit ihnen, in der zweiten Woche, an verschiedene Orte in der Schweiz gehen. Eine Bauernfamilie hat uns ihr Auto ausgelehnt während dieser ganzer Zeit, wo die Familie in der Schweiz war. Wir waren eeeextrem froh und dankbar darüber, denn damit war schon die Hälfte von allem organisiert. Für diejenigen, die keine Ahnung haben wer eigentlich Ignacio’s Familie ist: seine Eltern mit seinen anderen Geschwister kamen. Ignacio’s Vater hatte die Predigt und die Trauung an der Hochzeit. Dann ist da seine Mutter und dann seine drei kleineren Geschwister; Elizabeth wird jetzt 13, Josué wird….ich glaube es war 10 Jahre…oder 9?…ups…und Belén, die kleine ist grad mal 4 Jahre jung.
Wir haben einiges mit seiner Familie unternommen und sie konnten die Zeit als Familie geniessen, was sehr schön war zu sehen. Auch vielen Dank meinen Eltern, die während der ganzen Zeit ihr Haus offen hatten, damit die Familie bei ihnen wohnen konnte. Es war genial für sie, dass die Kinder endlich mal raus konnten, ohne immer sich in Acht zu nehmen, dass jemand kommen und ihnen etwas schlimmes antun könnte.
Auch von der Schweiz einiges zu sehen war für sie sehr schön und sie haben jeden Moment genossen.

Dann sind wir auch noch bis am 6. Juli in einem Haus, wo eine Familie uns angefragt hat, ob wir ihr Haus „hüten“ möchten, während sie in den Ferien sind.
Wow, das war ja sowas von genial! Denn was besseres, als nach der Hochzeit eigentlich überhaupt als Ehepaar die Zeit ausnützen zu können und sich unter 4 Augen besser kennen zu lernen. Ich denke jeder von euch, der verheiratet ist weiss was wir damit sagen möchten.. 😉
Wir sind also in den letzten 4 Wochen (knapp) in diesem Haus, aber nicht untätig. 3 volle Wochen durften wir der Bauernfamilie, die ich vorher erwähnt hab, beim „Kirschen“ und am Anfang auch noch „heuen“ und andere Sachen behilflich sein, was für uns wie auch für sie ein Segen war. Wir sind sehr froh, konnten wir auch einen anderen Tagesablauf leben und jemandem etwas gutes tun.
Während dieser Zeit also sind auch noch andere Dinge passiert, was aber nur das materielle angeht: mein Laptop ist definitiv ausgestiegen und mein Handy auch…*klatsch-klatsch-klatsch*…..hehehe
Nun ja, wir konnten aber ein anderer Laptop kaufen, zu einem sehr guten Preis und haben dies auch gemacht, weil wir den ja auch brauchen. Das Handy kann in „Frieden ruhen“…hehe…das schmerzt niemandem so sehr.
Auf jeden Fall haben wir nun endlich auch wieder einen funktionierenden und installierten Laptop seit ca. 3 Tagen. Auch dafür sind wir sehr dankbar.
Jetzt haben wir diese Zeit hinter uns, und somit liegt vor uns eine Zeit, wo wir nicht sehr viel Ahnung haben, was alles auf uns kommen wird.
—>>> wir warten immer noch auf einen Bericht für die Anfragen von einer Visa für Ignacio hier in der Schweiz (das hätte vermutlich einiges positiv und wäre sogar nötig, wenn wir wieder AUS der Schweiz gehen)
—>>> wir sind auf der „Schatzsuche“: am herausfinden „wo-wie-wann“
Zuerst dachten wir, dass es nötig sein wird für Ignacio eine Art „Vor-Bibelschule“ zu machen, damit wir nachher das Theologiestudium machen könnten. Jedoch haben wir erst seit einer Woche neue Informationen von Institut(s) und Daten etc. und das bringt uns nach und nach auf andere Ideen und Richtungen. Zuerst dachten wir, dass wir das Theologiestudium in der Dominikanischen Republik machen können, jedoch hat dieses Institut uns die Information gegeben, dass sie momentan wegen Ortswechsel oder so etwas ähnliches nur „online“ Studium anbieten. Aber von dem gleichen Institut oder einem Institut, welches mit ihnen zusammen Arbeitet wäre da in der USA.
Auf jeden Fall haben wir verschiedene Kontakte von Personen dieser Institute. Zusammen mit ihnen und v.a. Gottes Hilfe möchten wir nun herausfinden, wohin sollten wir gehen. Eines ist klar, Ignacio braucht diese Bibelschule vorher nicht, aber trotzdem werden wir sicher nochmals nach Chile gehen müssen wegen bestimmten Papiere etc.
Das Ziel wäre von unserer Seite her, die Schweiz so gegen Ende August zu verlassen. Wenn es uns möglich wäre würden wir aber gerne nochmals zurück kommen um euch das zukünftige besser vorstellen zu können. Aber das ist ja jetzt noch nicht die Rede.

Während diesen Wochen in der Schweiz möchten wir womöglich noch mehr Leute besuchen, auch Gemeinden. Auch möchten wir an unserer Homepage arbeiten, damit wir Fotos und Daten hochladen können, aber auch eine Übersetzung auf mindestens Spanisch zu machen. Da brauchen wir aber Hilfe von meinem Schwager. Auch versuche ich immer noch die Präsentation mit den Fotos fertig zu stellen, denn sie ist immer noch in Bearbeitung.
Aber noch viel besser wäre und hoffen wir, dass wir dies durchführen können, wäre eine kleine Filmpräsentation von Ignacio und mir und unser Leben in den letzten paar Monaten. Also, zu tun haben wir eigentlich. Auch würden wir gerne nochmals einer anderen Bauernfamilie bei ihrer Arbeit helfen, jedoch sind wir da auch etwas angewiesen, wie wir ein Auto zur Verfügung haben (z.B. wenn meine Mutter nicht arbeiten oder zur Schule gehen muss).

Ich hoffe mit diesen Informationen seid ihr wieder auf dem neust möglichen Stand, was das Leben von Ignacio und mir angeht. Manchmal ist es halt etwas kompliziert, aber das Leben in Missionen scheint nicht immer sehr gut planbar zu sein. Unser Ziel mit dem Theologiestudium wäre aber, uns wirklich gut vorzubereiten. Unser Wunsch ist es, dass Menschen das Evangelium und die Wahrheiten über Gott durch die Bibel kennen lernen dürfen.
Von daher ist es nicht einfach irgend eine Universität, sondern ein biblisches Studium, wo das Zentrum das Evangelium ist und nicht irgend eine trockene Lehre wo nur bestimmtes unterrichtet wird. Die Bibel wird für 4-5 Jahre täglich in die Tiefe studiert, da würde es dann auch heissen weitere Sprachen zu lernen oder zu vertiefen: nicht nur Hebräisch und Griechisch und vermutlich auch aramäisch, sondern auch Englisch. Aber wie das genau aussehen würde wissen wir beide noch nicht so genau. Das klingt jetzt alles bereits so extrem..hihi. Aber wir lassen das mal noch im Raum stehen.

Wir werden euch weiterhin auf dem laufenden halten und wünschen euch schon mal einen schönen Anfang von Schul und Sommerferien. Aber auch viel Kraft und Freude für diejenigen, die weiter arbeiten gehen oder Studieren oder was auch immer. Möge Gott seine Gnade über euch walten lassen.

Seid ganz lieb gegrüsst, mit Umarmung
Ignacio und Judith =D