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Blog-Beiträge aus Kanada

only three weeks more… / nur noch drei Wochen…

Liebe Familie, Freunde, Bekannte und andere Leser/innen

Unsere Zeit hier in Kanada kommt dem Ende schon einiges näher und dann geht es wieder in die Düfte…ääh…ich meine Lüfte…also, damit meine ich in den Vogel -> da krieg ich ja Vögel…hahaha…wir sprechen vom grauen Metall Vogel… 😉 (Manchmal möchte man doch nur ein bisschen andere Wörter benutzen, das ist alles 🙂 . )

Wie es in der Schweiz wohl aussieht? Kalt, verschneit und grau? Oder kalt, blauer Himmel und sonnig? Oder warm? ….
Hier um Wyoming und Sarnia (im Süden Ontarios) tut das Wetter sehr komisch, aber zwischendurch und diese Woche sollte der Winter definitiv spürbar werden, jedoch ist er noch nicht sehr sichtbar, weil die Bäume hier erst jetzt in die Farbenpracht gekommen sind. Aber das ist ja alles nichts Neues, wir wissen ja, dass sich überall die Dinge am verändern sind und ich glaube damit müssten wir ja nicht einmal überrascht sein.

Ja, dieses Mal möchten wir euch wieder mit ein paar Fotos eigene Eindrücke hinterlassen. Viel werden wir nicht dazu schreiben müssen. Ignacio und ich hatten das Geschenk, dass wir beide für ein Wochenende (20.-22.Okt.) nach Tobermory gehen durften. Uns wurde das Auto ausgelehnt und alles Mögliche mitgegeben (Zelt, Essen, Material), damit wir zu zweit ein Wochenende geniessen durften.
Tobermory ist etwas mehr als 4h nördlich von Wyoming entfernt, also WENIG für kanadische Verhältnisse! 😉
Für uns war es eine kleine grosse Auszeit und wir durften die Gegend mit ihren Farben und Tieren in Zweisamkeit geniessen; von den kleinen Chipmunks (Streifenhörnchen) bis hin zuuuuu…………… einem grossen Schwarzbär.  :-O Dieser Bär, der etwas weiter vor unserem Auto vorbeigelaufen ist, war schon so ein bisschen unser kleines-grosses Highlight!

Eine Woche gingen wir nicht in die Schule weil Dinge anders gelaufen sind. Wir haben sonst auch weiterhin auf der Farm geholfen, v.a. mit den Soyabohnen. Ich glaube, wir haben aufgehört zu zählen wie viele Tonnen wir im Monat Oktober hingeordnet haben (ich finde das richtige Wort gerade nicht).
Der letzte Freitag waren es nur in einem Tag wieder 64.8 Tonnen  (alles nur 60kg – Papiersäcke) und es haben noch weitere Palletten gefehlt. Jedoch waren die Männer ziemlich geschafft und haben deshalb dann aufgehört.
Auch für andere Sachen wurde Hilfe gebraucht, wie z.B. die grosse Reinigungsanlage (von den Getreiden etc.) von unten bis oben putzen, „nussen“ für die Baumnüsse zum trocknen legen, Mehl abfüllen…etc.

Jetzt bleiben uns nur noch 3 Wochen Zeit übrig. Wir sind sehr dankbar, durften wir die Zeit hier in Kanada verbringen. Für das offene Haus von der Familie wo wir wohnen, aber auch die offenen Türen von anderen kanadischen Familien. Wir durften mit verschiedenen Personen Freundschaften bilden und je nach dem sogar zusammen die Bibel lesen und darüber zu reden, was uns sehr erfreut hat. Einfach weil diese Personen besser die Bibel verstehen oder mehr darin lesen möchten. Es ist einfach ein geniales Buch. Sie ist Wahrheit und gibt uns so viele Instruktionen und weise Anleitungen und auch Ermutigungen für unser alltägliches Leben; ein guter Wegweiser. Somit darf man auch mehr über Jesus und Gott Vater erfahren und ihren Charakter.
Aber auch über unser eigenes Herz und Dinge, für die wir Heilung brauchen oder Vergebung oder auch mal Erziehung.
Wachsen ist toll, aber schmerzhaft. 😉
Ignacio und ich werden euch im nächsten Beitrag spezifischer erklären, was unser nächstes Ziel ist. Aber für diesen Moment können wir euch sagen, dass wir soweit wie’s aussieht, zuerst nochmals in die Schweiz zurückkommen (mit Rückflugticket).
Wir wissen nicht genau wie lange wir in der Schweiz bleiben werden (hängt von Finanzen für Flug ab -> oder auch gesagt, wie Gott all dies leiten wird).
Aber das Ziel ist, dass wir dann sehr bald wieder zurück nach Chile gehen werden und uns dort für eine Zeit niederlassen würden. In Chile erwarten uns einige Situationen, so wie’s aussieht, aber über diese werden wir euch dann beschreiben; unsere Ideen, Gedanken und Blicke. Der Wunsch ist von dort aus dann die Missionsarbeit weiterzuführen; in den Bergen, auf Inseln -> dort, wo viel Not herrscht und niemand hingeht.
Wir sind weiter im Gebet und wir danken euch allen, die ihr uns so treu in unsere Gebete einschliesst. Wir schätzen dies sehr.

Seid für diesen Moment ganz lieb gegrüsst vom Ahorn-Land  😉

Ignacio und Judith

on the way…

Dear Reader
Liebe/r Leser/in  🙂

Schon bald wäre es wieder einen Monat her, seit dem wir euch über unser Leben hier in Kanada berichtet haben.

Ich und Ignacio hätten glaub nicht gedacht, dass wir in der vergangenen Zeit solch verschiedene Beschäftigungen haben würden. Wir sind jedoch froh und dankbar für alles was wir Gutes tun können. Bei jeder Arbeit und in verschiedensten Momenten lernen wir nicht nur neues dazu, sondern auch voneinander und miteinander, was eine grosse Bereicherung ist.
Vorerst möchten wir euch noch mit dankbaren Herzen schreiben, dass wir die Rechnung von dem Auto begleichen konnten. (Ich hatte ja da mal anscheinend ein „grösseres Platzproblem“ beim rückwärts fahren auf einem Parkplatz. Der Witz ist, ich hätte genügen Platz gehabt…*ups* >.< ) Wir danken Gott für seine Fürsorge und Treue und auch den Personen, die unterstützend wirken wollten und konnten. Im Allgemeinen können wir nicht genug unserem Herrn den Dank aussprechen und auch euch immer wieder danken für eure Gebete und eure Unterstützung auf verschiedene Art und Weise, oder für andere Personen wäre das Wort „an-uns-denken“ vielleicht passender.

Für diesen Eintrag in den Blog werde ich einige Fotos hochladen und deshalb versuchen mich eher auf kürzerer Beschreibung zu verfassen….(? ich glaub nicht nur dieser Satz ist grammatisch schlecht formuliert. Entschuldigt bitte für die Fehler, ihr kennt ja bereits, dass es mit meinem Deutsch nicht unbedingt besser wird. Aber das Wichtigste ist, dass ihr es verstehen könnt.)

Das letzte Mal haben wir erwähnt, dass wir eingeladen wurden nach Kitchener zu fahren um den Menonitenmarkt zu sehen. Uns wurde gesagt, dass sich einiges daran verändert hat, aber trotzdem war es interessant etwas mehr über die Menoniten zu erfahren. Wir wurden eingeladen mit der Kutsche eine Rundfahrt zu machen, wo uns einige Details über die verschiedenen Menoniten erklärt wurde; ihr Glaube, ihre Arbeit, ihr Alltag. Von verschiedenen Lebensstil der verschiedenen Menonitengruppen und wie sie gewisse Handarbeiten tun wie z.B. „Quilt“ Arbeiten oder der Ahornsirup.

In Wyoming, bei unserer Gastfamilie, haben wir weiter verschiedene Arbeiten erledigt und sind eigentlich stetig dran. In der Regel gibt es immer etwas wo sie Hilfe gebrauchen können.
Hier ein paar Eindrücke:


-> Sojabohnen absacken (an nur einem Tag mehr als 40 Tonnen z.B.)
-> Nüsse zusammenlesen und die englische Sorte separat sammeln; dabei wird das Laub auch gleich zusammen genommen 😉
-> Unkraut rausnehmen
-> ganz wichtig; dabei unseren Gast nicht vergessen mit dem Spielzeug zu beschäftigen
-> grosse Steine in Feldern zusammensammeln und entsorgen
-> staubsaugen
-> andere Arbeiten

Trotz verschiedenen Arbeiten und den Englischklassen haben wir uns auch schon kleinere Momente zu zweit genommen:
-> an einem schönen Nachmittag die Ruhe in einem Park in Sarnia ausnützen (die Fahne war auf Halbmast vermutlich wegen der Situation in Las Vegas…die Brücke führt direkt in die USA, am anderen Ufer des beginnenden Flusses)

-> Bridget’s Fair („Chilbi“ oder Markt im Dorf Bridget)

-> ein Spaziergang nach dem Thanks-Giving essen

Ja, am Wochenende vom 8. Oktober hat Kanada Thanks Giving gefeiert. Familien würden Sonntags oder Montags der Vogel auf dem Tisch servieren. Bei uns gab es den „Turkey“ (Truthahn) am Sonntag. Er wird jedoch nicht als ganzes auf dem Tisch serviert. Da müsste man schon „Obelix“ sein, um den dann so in den Magen zu bringen…hihi… Das sei hauptsächlich Hollywood-style.

Auf dem letzten Bild seht ihr auch noch ein Bild von der Hälfte aller Ziegen (die ein anderer Bauer besitzt) und noch ein Unihockey-Spiel.
Die Halle ist in einer Baptist-Church in Sarnia. Sonntag abends treffen sich verschiedene Personen von ganz jung bis Erwachsene um zusammen zusammen Unihockey zu spielen. Das spezielle daran ist, dass Kanadier anscheinend Unihockey kaum kennen. Ein Schweizer und seine Freundin bringen es den Leuten bei und haben so auch Spass und Gemeinschaft.

So, das sind unsere neusten Berichte und Eindrücke von unserer Zeit hier in Kanada. Wir sind gespannt, was Gott weiterhin geplant hat und tut, und nicht nur in unserem Leben.
Natürlich hoffen wir, dass wir weiterhin am Englisch dran bleiben und im allgemeinen die Zeit hier gut ausnützen dürfen.
Wie es nach Kanada weiter geht wissen wir immer noch nicht genau. Wir beten darüber, dass Gottes Hand uns leiten möge, denn wir wollen auf seinen Wegen gehen. Dabei ist uns etwas bewusst und darin werden wir vorbereitet: dass wenn wir Jesus nachfolgen, Er gesagt hat, der Weg wird nicht einfach sein. In verschiedenen Stellen in der Bibel. Und alle Menschen haben ihre verschiedenen Momente und auch wir möchten Gottes Zeiten und Wege akzeptieren, mit Freude, dass Er unser Begleiter und Helfer ist.

Seid ermutigt, wenn ihr einen Helfer braucht. Wer kann schon ohne Hilfe? Wir alle brauchen einen Helfer und auch die Hilfe unserer Mitmenschen. Der Schöpfer hat solch ein „System“ geschaffen, aus Gnade zu uns, dass wir abhängig sind und vorerst ihn, aber auch einander gebrauchen. Wie toll ist das denn!!? 🙂

Mit ganz lieben Grüssen

Ignacio und Judith

hot…hotter….hotest / warm, extrem warm, heiss ;-)

Liebe Familie, Freunde, Bekannte und andere Leser/innen

Wie ich von der anderen Seite des Meeres bereits gehört habe, dürft ihr bis jetzt einen wunderschönen Herbst geniessen. Das freut mich sehr, denn wer mag die herbstlichen Sonnenstrahlen schon nicht..?!
Bei uns hat der Herbst der Rank noch nicht ganz gefunden, jedoch sollte er anscheinend diese Woche fühl- und sehbar beginnen.
Wir hatten über die letzten zwei Wochen tatsächlich täglich über 30 Grad, sogar bis zu heissen 36 Grad und drückend, auch in der Nacht. Aber heute ist der erste Tag, wo sich die ca. 23 Grad mit einem erfrischerenden Wind sehr angenehm anfühlen… 😉
Am Sonntag war die Abkühlung im Huronsee genau aus diesem Grund spitze!

Ich überlege gerade, was wir denn euch berichten können..?
Dabei könnten wir diesmal einfach mit Bilder euch Eindrücke hinterlassen, sodass ihr in unserem Geschehen mit dabei sein könnt.

Heute haben Ignacio und ich die 3. Woche Schule abgeschlossen. Ich glaube ich hab mal erwähnt, dass wir im Moment einfach 5 halbe Tage bezahlen, soweit es geht.
Die Schule ist wirklich super und sie fordert uns beide. Ignacio erzählte, dass sie in der Klasse ab und zu kleinere Test machen um zu sehen, ob sie ihr Englisch am verbessern sind, was bei ihm der Fall ist. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir glauben, dass wir auch das Sprachenlernen nur mit Gottes Hilfe auch wirklich meistern können, denn er hat uns ja geschaffen und legt Gaben in jeden Menschen hinein. Jedoch brauchen wir auch seine Hilfe um Disziplin auszuüben, in verschiedenen Hinsichten in unserem Leben.

Diese Woche konnten wir zwar nicht behilflich sein mit Bohnen in Säcke abfüllen (jedoch wird das nächste Woche anscheinend wieder der Fall sein), aber wir durften bei einer Terrassenseite die grünen Pflanzen und alles Unkraut herausnehmen und so schon mal eine Vorarbeit leisten. Es ist nicht der einzige Platz, der voller Unkraut war, aber wir müssen ja nicht alles auf einmal erledigt haben. So können wir unsere Arbeit ein wenig aufteilen.
Ignacio durfte ebenfalls mit dem Rasenmäher wieder herumkurven und somit den „Garten“ mit einem schönen „Scherenschnitt“ hinterlassen…hihi… 😉


Morgen sind wir eingeladen mit zwei anderen Besuchern (des Hauses) und der Hausbesitzerin weiter weg fahren, jetzt weiss ich nicht mehr wohin, und zum Menonitenmarkt gehen dürfen. Wir sind gespannt und freuen uns darauf.

Ebenfalls sind wir sehr dankbar und auch etwas überrascht, dass wir diesen Sonntag uns in der Baptist Church als Missions-Ehepaar vorstellen dürfen. Das ist die Gemeinde / Kirche, wo die Familie hingeht und wir bis jetzt auch hingegangen sind.
Die Geschichte ist ein bisschen länger, aber alles ist darauf hinausgelaufen, dass der Pastor, zusammen mit den „Diakonen“ (damit es alle verstehen), entschieden haben, dass sie als Gemeinde uns behilflich sein und unterstützend wirken möchten.
Sie wissen mittlerweile, dass wir eben einen Fokus auf die Mission haben, aber auch eine Zeit für die Vorbereitung und alles was dazu gehört und wir deshalb auch hier sind, um uns in Englisch besser vorzubereiten. Da haben sie uns gesagt, dass genau jetzt, im Oktober, sie als Kirche einen „Missionsmonat“ haben und in dieser Zeit verschiedene Missionare unterstützen möchten.
Ignacio und ich werden diesen Sonntag uns also als ein „Missions-Ehepaar“ vorstellen und ihnen erklären und erzählen, wer wir sind, was wir machen und was Ideen für unsere Zukunft sind, für welche wir aber auch noch auf Bestätigung warten. Denn wir können Ideen und Pläne haben, aber erst mit der Zeit werden wir auch sehen, welches Pläne und Ideen kommen wirklich von Gott und welches sind seine Zeiten. Wo müssen wir wann und beim wem sein.
Ich weiss, nicht alle verstehen dieses Denken, aber ich glaube ihr, die diese Zeilen list, kennt mich und uns ja schon genügend um zu verstehen, was wir damit meinen… 😉
(z.B. hätten wir nie geplant nach Kanada zu gehen und *plumps*, wurden wir nach Kanada geflogen…hehe…)

Ja, das sind so die News der Woche und für die kommenden Tage.
Diese Woche sollten wir noch die bestehende Rechnung vom Auto begleichen, das ich letzte Woche zu fest mit „meinem “ Auto „berührt“ habe. Der Betrag ist nicht ganz so hoch, wie ich gedacht hätte, dass er sein würde, jedoch ist es doch ein rechter Betrag und den müssen wir zuerst begleichen, bevor wir weiter für die Schule bezahlen könnten.

Wir wünschen euch einen guten Rest der Woche, seid Gott befohlen. Er ist ein guter Hirte und ein treuer Begleiter und Lehrer.
Ihn können wir immer um Hilfe und Leitung bitten. Jedoch müssen wir auch offen sein, SEINE Antwort anzunehmen und nicht unsere eigene zu behalten. Aber Er ist alleswissend, weise und gerecht. Wenn er uns zurechtweist, weiss er weshalb. Wir alle brauchen auch Korrektur, wie die Kinder, die Dinge neu lernen, nicht wahr? 😉

Seid ganz lieb gegrüsst from the other seaside

Ignacio und Judith

Wyoming -> Ontario

Hello everybody! 🙂

Schon bald weiss ich nicht mehr in welcher Sprache ich denken, reden oder schreiben soll…hahaha… Und Ignacio gehts mittlerweile auch so, wo er doch erst kürzlich „Schwiizerdütsch“ gelernt hat zu hören und etwas zu verstehen.
Aber, dass ich euch weiterhin auf Deutsch schreiben werde bleibt klar. Zumindest versuche ich so „deutsch“ wie möglich zu bleiben… 😉

Nun, endlich können wir euch einen Bericht geben, wie es uns denn so geht. Diesen Mittwoch werden es bereits 2 Wochen her sein, seit dem wir in Kanada (Toronto) angekommen sind.
Unsere Reise ging tip-top. Man kann wirklich nichts dazu sagen.
Wir sind am 6. September am Morgen in Zürich nach New York geflogen und sind dann am selben Nachmittag (um die amerikanische Uhrzeit) nach Toronto weiter geflogen.

Am frühen Abend in Toronto angekommen, sind wir bis zum nächsten Nachmittag am Flughafen geblieben, weil um jene Zeit eine der Töchter unserer Gastmutter den Flug in die Schweiz hatte und somit konnten  wir es ausnützen, mit dem Fahrer (ein Arbeiter der Farm) mit nach Hause zu fahren, wo wir die nächsten drei Monate verbringen werden.
Wir sind sehr dankbar, ist alles so gut gegangen und hat Gott auch unseren Flug und Weg bewahrt. Der Flug war soweit ruhig, ein paar rüttelnde Momente sind ja normal und auch an den Kontrollen in der USA und in Kanada waren die Leute total gut drauf.
Wir haben also nichts von der „Striktheit“ erfahren, sondern sind problemlos weiter gekommen. Keine grosse Fragen, keine komische Gesichter, sondern freundlich und locker. Nur in der Schweiz haben sie meinem lieben Gemahl nicht vertrauen wollen und meiner Übersetzung auch nicht. Da wollte doch eine Dame die Sache etwas komplizierter machen. Jedoch hatten wir nichts zu verbergen und deshalb ist auch dort nichts weiteres passiert.

Uns gefällt es hier in Kanada; die Weiten (grossen Felder), die quadratischen Strassen sind auch witzig (hier wo es Flach ist gibt es keine Kurven), die Tracks und die grossen Autos sind aufregend zu beobachten und die Bäume die sich langsam gelb-rot verfärben bringen etwas Farbe in das ganze Bild. Die Sonnenuntergänge sind spektakulär und die grösse des Sees („lake Huron“) ist bombastisch. Wir sind noch nicht gross herumgekommen, wir sind ja auch nicht hier für eine Sightseeing-Tour. Aber uns wurde einen Strand am See gezeigt, wo wir hoffen, dass wir an einem anderen Tag nochmals dahin gehen können. Und die Menschen hier sind bis jetzt sehr offen und herzlich zu uns gewesen, was auch toll ist.

Ignacio und ich durften jetzt auch bereits die erste Woche in die Sprachschule und es ist wirklich eine gute Sache.
Wir mussten zu Beginn ein „Assestment“ machen; eine kleine Sprech-, Schreib- und Leseprüfung um zu sehen, in welches Niveau man jeder von uns stecken wird. Wir sind beide in einem verschiedenen Niveau und sind dankbar, dass wir nun beide unser Englisch verbessern dürfen.
Im Moment besuchen wir 5 Halbtage pro Woche, weil wir es uns finanziell nicht für mehr leisten könnten. Aber jede Stunde ist hilfreich, das Reden mit anderen ebenfalls und auch zu Hause versuchen wir manchmal uns auf Englisch zu verständigen. Dort ist es ein bisschen herausfordernder, dass wir wirklich auf englisch versuchen zu reden, weil die Familie des Hauses ursprünglich Schweizer sind…. 😉

Ignacio und ich sind auch dankbar, dass wir unserer Gastfamilie in verschiedenen Arbeiten behilflich sein dürfen:
– Auto(s) putzen
– verschiedene Hausarbeiten
– Sojabohnen in Säcke füllen (einmal 880 Säcke von 23kg, ein anderes Mal ca. 540 Säcke von 27kg)
(nein, es gab NUR Sojabohnen zu verhandeln, keine Gartenbohnen und auch keine Weinbrandtbohnen….hihi….*Bohnanza-Spiel*)
und meine Meinung als TPA bei einem gesundheitlichen Problem eines Pferdes war auch schon gefragt… 😉


Das war bis jetzt eine Zusammenfassung von unserer ersten Woche hier in Kanada -> und es bleiben noch einige Wochen, sicher mal bis Ende November.
Unser Anliegen ist es, dass wir hier weiterhin unter die Leute kommen können, auch unter den Leuten der Kirchen (wir gingen bereits die Baptistchurch in Dorf Wyoming besuchen).
Wir wünschen uns den Austausch über die Bibel und das Evangelium mit den Glaubensgeschwister, aber auch es praktisch ausleben zu dürfen und anderen dienen, helfen oder ein offenes Ohr zu haben. Also, dort und dann, wo Gott es vielleicht auch schon geplant hat. Wir dürfen sehen und erleben, wie Gott ein segnender Gott ist und er seine Pläne ausführt für seine Verherrlichung. Natürlich auf seine Art und bestimmt so, wie wir es niemals oder kaum tun würden. Und das ist ja nicht negativ, im Gegenteil. Er weiss einfach alles besser und zeigt, dass in seine Souveränität Verlass ist.
Auch wenn ich zum ersten Mal genau gestern ein Auto leicht schädigen „musste“ (ich hab tatsächlich den Rückspiegel eines anderen Autos beim rückwärtsfahren angefahren und das hat bis zu Sprüngen in der Fensterscheibe bewirkt), und nun Kosten auf uns kommen werden… glaube ich, dass wir aus jeder Situation etwas lernen können und auch sollten. Ich zuerst…hihi…denn ich war sehr gestresst und genervt darüber. Aber mir ist wieder einiges ins Bewusstsein gerufen worden und ich weiss, dass unser Herr mich an gewisse Sachen wieder erinnernt wollte. Leider musste ich aber auf diese Art und Weise daran erinnert werden.

Nun, genug geschrieben für diese Woche. Aber das wollte ich einfach los werden. Für diejenigen, die für uns beten, möchten wir einfach sagen, dass wir weiterhin froh sind für Finanzen, offene Ohren und ein offenes Verständnis für die Sprache, Geduld und weiterhin offene Türen zu Menschen hier.

Seid ganz lieb gegrüsst aus dem hitzigen Wyoming und Sarnia (wo die Sprachschule ist).

Judith und Ignacio